Es mag daran liegen, dass noch (Schul-)Ferien sind in Sachsen; es mag daran liegen, dass schlechtes Wetter mit Regen vorherrschte; oder es war einfach nur Zeit dafür …
In Sachsen haben die Wählerinnen und Wähler gesprochen – zumindest die, die noch zu Wahl gegangen sind: bis 16 Uhr waren das gerade einmal 33 Prozent, also nur jede(r) Dritte(r). Und sie haben die CDU auch diesmal zur stärksten Kraft gewählt. So weit, so gut …
Doch es kam wirklich knüppeldick: mit 4,95 % der Stimmen kam die NPD zwar diesmal – ganz knapp – nicht in den Landtag; zuvor saßen 8 Abgeordnete der NPD im Sächsischen Landtag. Doch die AfD, die man sicherlich zutreffend als „rechts von der CDU“ einordnen darf, schaffte es aus dem Stand auf 14 Mandate im neuen Landtag!
Eine Partei darf sich nun in diesem Landtag 5 Jahre lang profilieren, welche den Euro abschaffen möchte und am liebsten den Austritt Deutschlands aus der EU erreichen würde! Ein schlimmer Tag für Deutschland!
Bin gespannt, welche „Erklärungen“ uns die Parteiführer in Sachsen und in Berlin morgen wieder auftischen werden … einst steht aber fest: So darf es nicht mehr weitergehen!
Nachtrag
Inzwischen weiß man, dass die Wahlbeteiligung bei dieser Landtagswahl bei 48% lag, d.h. es sind weniger Menschen zur Wahl gegangen als diejenigen, die einfach zu Hause geblieben sind.
Es könnte einen das Gefühl beschleichen, dass wir uns hiermit – Schritt für Schritt – den Zuständen bei den Wahlen in den USA nähern: dort wird schon seit Jahrzehnten der Präsident meist nur von 20 bis 25 Prozent aller Wahlberechtigten gewählt!
Und wenn die Zahl der Nichtwähler auch in Deutschland in den nächsten Jahren zunehmen sollte? Wie ist es dann um unsere Demokratie bestellt?